125 Jahre Gehörlosenschule Wuppertal
Tag der Gehörlosen 2005 in Wuppertal
Vor genau 125 Jahren, am 12. April 1880, wurden in Elberfeld, heute ein Stadtteil von Wuppertal, erstmals gehörlose Kinder unterrichtet. Acht Jahre später wurde dann an der Schusterstrasse die Taubstummenanstalt der Rheinprovinz eröffnet. Ein Grund für die Wuppertaler Vereine, am Tag der Gehörlosen auf dieses Datum hinzuweisen, und weil die alte Schule noch steht und heute als Sonderschule genutzt wird, dieses Fest auf dem Schulhof der Schule zu organisieren. Zwei große Festzelte standen auf dem Schulhof, das Gehörlosencafè und der Plaudertreff. Daneben Grill-, Bier- und der Weinstand. In der alten Turnhalle der Schule konnte man die Bilderausstellung unseres Vereins betrachten. Über 100 Jahre Vereinsgeschichte in Bildern und Berichten, da war mancher Besucher sprachlos.
Unser Verein hat seinen Ursprung der Schule zu verdanken, denn dort traf man sich bereits Ende des 1898 um einen Verein zu gründen, aber da niemand genau wusste, wie man das anstellen sollte, klappte es nicht ,aber beim 2. Anlauf 1903 klappte es endlich. In den frühen Morgenstunden regnete es noch ein wenig, aber vor Beginn der Veranstaltung hörte es auf und es wurde ein schöner Tag. Theo Norf, der Vorsitzende des Stadtverbandes eröffnete die Veranstaltung, der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, gleichzeitig Vorsitzender des Sozialausschusses der Stadt begrüßte die Teilnehmer und Bürgermeisterin Schulz und der Sozialdezernent Dr. Kühn, der auch Schirmherr der Veranstaltung war, sprachen Grußworte. Zwischenzeitlich füllte sich der Schulhof. Fast 500 Gäste und ehemalige Schüler waren gekommen, dazwischen Lehrerinnen und Lehrer aus der damaligen Zeit. Es war wie ein großes Familientreffen, Bilder wurden ausgetauscht, alte Geschichten erzählt, dazwischen die ehemaligen Lehrerinnen und Lehrer und mittendrin, mit 94 Jahren die älteste ehemalige Schülerin, und unser passives Vereinsmitglied, Rosa Altenfeld. Man staunte nicht schlecht, als man erfuhr, dass einige Ehemalige weite Reisen auf sich genommen hatten, denn Volker Klöckner, unser ehemaliger Leichtathlet, wohnt jetzt in Norwegen, andere in Kanada, in Belgien und Holland. Zweimal sollte durch die alte Schule geführt werden, aber alle wollten hinein und so wurden über den Tag verteilt sechs Durchgänge gemacht.
Ein schönes Fest wo viele Erinnerungen und Geschichten wieder lebendig wurden und es wurde bis spät in den Abend erzählt.

