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Wanderung am Baldeneysee

Lehrreiche Wanderung am Baldeneysee im Essener Süden am 15. Mai 2011

Insgesamt 16 Wanderfreunde trafen sich bis 10:00 Uhr im Hauptbahnhof Essen und brachten ihre gute Laune mit, natürlich zur Freude des örtlichen Wanderführers Klauspeter Peiker in Begleitung seiner Frau Lotti. Dann ging es gemeinsam mit der Tram zuerst unterirdisch nach Rüttenscheid und dann freiluftig nach Bredeney im Essener Süden.

An der Haltstelle Frankenstraße wurde die ca. 10 km lange Wanderung zu Fuß gestartet in Richtung Stadtwald mit dem Park der Villa Hügel (Stiftung Krupp von Bohlen und Halbach). In der Siedlung Brandenbusch bestaunten wir die hübschen Häuser, welche in der Zeit der Industrialisierung die Familie Krupp im sozialen Sinne für ihre zahlreichen Hausangestellten, Gärtner, Handwerker, Heizer u.a. erbauten, um sie mit ihren Familien darin zu unterbringen.

Weiter ging es hinunter zur Klusenkapelle, die zurzeit nach einem Brand im letzten Winter noch renoviert wird. Hier diskutierten die Damen, welche Herren in dieser ältesten Kapelle von Essen nochmal heiraten möchten. In Fröhlichkeit wanderten wir immer bergauf zur großen, hoch über dem Baldeneysee gelegenen Ruine „Neue Isenburg“, wo sich ein herrliches Panorama über den Baldeneysee bietet. Die „Alte Isenburg“ befindet sich in Hattingen/Ruhr.

Auf der ehemaligen Festung wandelt jederzeit eine Interessentengruppe „Isenburg-Ritter“, die den heimatlichen Ritterkult pflegt und gerne die mittelalterliche Ritterzeit verherrlicht. Nach der Gruppenaufnahme wanderten wir die lange Strecke hinunter am Schloß Baldeney vorbei zum Ufer des Baldeneysee. In diesem großen Naherholungsgebiet haben die durchgehend ausgebauten Fuß- und Radwege rund um den 7,8 km langen und bis zu 355 m breiten See eine Länge von knapp 14 Km. Dort liegen die südlichen Stadtteile Werden, Bredeney, Heisingen, Kupferdreh und Fischlaken.

Im schönen Restaurant „Südtiroler Stuben“ am See wurde ein gemeinsames Mittagessen eingenommen. Da es Spargelzeit ist, wurde natürlich eine große Menge Spargel verschlungen, wie die Mägen sie aufnehmen konnten. Da die geruhsame und gemütliche Plauderzeit bei Bier und Wein so lange dauerte, wurde die abschließende Begehung des Krupp-Parks mitsamt der Besichtigung der Villa Hügel verpasst. Dies wird an einem späteren Wandertag gerne nachgeholt.

An diesem Samstag und Sonntag fand auf dem Baldeneysee eine große Regatta der jugendlichen Segler, Kanuten und Ruderer statt, wo auch viele Pavillons und Zelte für die teilnehmenden Vereine aus nah und fern standen. Wir gingen entlang des Seeufers und staunten über das rege Sporttreiben der aktiven Wassersportjugend.

Hoch zufrieden ging es weiter bergauf zur S-Bahnstation „Villa Hügel“, wo die S-Bahn uns zum Hauptbahnhof Essen brachte. Bei der ganz herzlichen Verabschiedung kullerten heimlich einige Tränen, weil die siebenstündige gesundheitsfördernde und vor allem geistesbildende Maiwanderung in Essen allen so gut gefallen hat.

K.P.

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